Atemschutz

Atemschutz

Bei uns finden Sie für den Atemschutz Masken der Kategorien FFP2 und FFP3 (höhere Schutzwirkung). Diese Masken wurden für den Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickelt. In Arbeitsumgebungen werden sie schon lange eingesetzt, während sie ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit durch die Corona-Krise seit 2020 rückten.

Was bedeuten die Kategorien für den Atemschutz?

Die wichtigste derzeit gestellte Frage (Stand: Mai 2020) ist die nach der Sicherheit durch einzelne Maskenkategorien. Deshalb wollen wir auf dieses Thema gleich zu Beginn eingehen. Wichtig zu wissen: Es gibt Unterschiede in den Bezeichnungen von Masken, die nichts mit ihrer Filterfähigkeit, sondern mit dem Zulassungsverfahren in einzelnen Ländern zu tun haben. Die Leistungseigenschaften können sich dennoch sehr stark ähneln. Gesetzliche Normen für filtrierende Masken basieren auf bestimmten, vielfach identischen und manchmal leicht unterschiedlichen Prüfmethoden. Ein wichtiger Begriff ist dabei die sogenannte Filterwirksamkeit. Diese beschreibt, zu wie viel Prozent Partikel aus der Luft ausgefiltert werden. Die Filterwirksamkeit von 95 % weisen Masken auf, die in Europa, aber auch Brasilien unter der Kategorie FFP2 geführt werden. In China heißen diese Masken KN95 oder auch KP95, in Australien/Neuseeland wiederum P2, in Japan DL2 oder DS2, in Korea 1. Klasse, in Indien BIS P2 und in den USA N95, R95 oder P95. Wer eine Maske der Kategorie KN 95 oder auch N95 trägt (beides hierzulande erhältlich), ist praktisch genauso wie mit der FFP2-Variante geschützt. Diese Masken schützen vor Staubpartikeln, Rauch und Aerosolen, mithin auch vor Corona in der Atemluft. In Europa unterliegen sie der EN 149:2001+A1:2009. Am Arbeitsplatz werden sie nach DGUV 112-190 bei Schadstoffkonzentrationen eingesetzt, die den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) bis zum Zehnfachen übersteigen können. Im Gegensatz dazu genügen Masken der Kategorie FFP3 bei Schadstoffkonzentrationen, die das 30-Fache des Arbeitsplatzgrenzwertes erreichen können. Sie sind zu 99 % dicht. Das ist ein Laborprüfwert, der die Wahrscheinlichkeit angibt, dass keine Schadstoffe durch die Maske gelangen. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt beide Maskenarten beim Einsatz in möglicherweise stark virenbelasteten Umgebungen, so in Krankenhäusern und Pflegeheimen bei der direkten Patientenversorgung. Aufgrund der höheren Schutzwirkung ist Atemschutz der Kategorie FFP3 regelmäßig etwas teurer als FFP2. Allerdings variieren die Preise auch von Anbieter zu Anbieter.

Was bringen Atemschutzmasken bei einer Bedrohung durch Viren?

Die Masken halten Viren ebenso ab, wie sie chemische Kontaminationen, Rauch oder Staub filtern. Natürlich bieten sie keinen absoluten Schutz, das wurde auch zu keiner Zeit behauptet. Doch ihr Schutz ist sehr hoch, er übersteigt bei Weitem den durch den allgemein vorgeschriebenen Hygienemundschutz. Wenn es ein Ereignis gibt, das die öffentliche Gesundheit betrifft, wird das Tragen der Atemschutzschutzmasken dieser Klassen auch für die Mehrheit der Bevölkerung interessant. Das ist in der Coronakrise der Fall, aber auch bei Waldbränden oder bei Smoggefahr. Ansonsten dienen diese Atemschutzmasken dem Arbeitsschutz. Bei richtiger Anwendung schützen sie ihre Träger vor luftgetragenen Partikeln wie gefährlichem Staub, und Feinstaub, vor Nebel, Dämpfen und Pollen. Sie halten Partikel im Mikrometerbereich ab. Das bewirkt ihr Filtermaterial und ihr Aufbau, der die Maske am Gesicht abdichtet. Wer aus gesundheitlichen Gründen eine Atemschutzmaske trägt, sollte immer darauf achten, dass es sich um ein zertifiziertes Produkt handelt. Einige nicht zertifizierte Atemschutzmasken sehen den zertifizierten Masken sehr ähnlich, bieten aber längst nicht den gleichen Schutz. Zertifizierte Masken schützen natürlich auch die Umgebung ihres Trägers, falls diese selbst infiziert sein sollte. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass Atemschutzmasken nur eine Ergänzung anderer Sicherheitsmaßnahmen darstellen. Auf die Coronakrise bezogen heißt dass: Die Maßnahmen des Social Distancing und der persönlichen Hygiene (ausreichendes Händewaschen) sind natürlich zusätzlich einzuhalten. Örtliche und überregionale Gesundheitsbehörden verweisen stets darauf, dass man Abstand zur Gefahrenquelle halten soll, um die Exposition mit gefährlichen Stoffen zu vermeiden.

Der Unterschied zwischen Atemschutzmasken und OP-Masken bzw. herkömmlichem Mundschutz

Es ist zweifellos richtig, dass die Bevölkerung in der Coronakrise einen Mundschutz trägt. Er schützt besser als kein Mundschutz. Prinzipiell dient er natürlich dazu, die Verbreitung von mit Viren kontaminiertem Aerosol (Atemluft) des Trägers zu unterbinden. Mit dem Mundschutz bewahren wir also vorrangig andere Menschen davor, sich an uns anzustecken, falls wir infiziert sein sollten. Das ist umso wichtiger, weil die Coronainfektion symptomlos verlaufen kann bzw. der Träger in der Inkubationszeit keine Symptome verspürt, also von seiner Infektion nichts weiß, aber kurz vor dem Auftreten erster Symptome (direkt am Tag davor) am ansteckendsten ist. In gewisser Weise schützt eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung auch ihren Träger, jedoch ist dieser Schutz relativ gering. Die hier vorgestellten Atemschutzmasken hingegen schützen auch ihre Träger. Sie sind daher Personen, die in Gefahrenbereichen tätig sind (siehe oben), dringend zu empfehlen.